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Dislozierte Infoboxen

Dislozierte Infoboxen sind Infoboxen, auf die wie gewohnt über die etablierte Security-Layer-Schnittstelle zugegriffen werden kann, deren Inhalte jedoch je nach Wunsch:

a) auf der Signaturkarte (in weiterer Folge Bürgerkartenträger genannt) selbst
b) lokal in der Bürgerkartenumgebung/-software
c) auf einem dezidiertem, externen Speichermedium (z.B.: bestimmte Laufwerksbereiche, Netzwerkressourcen, USB-Stick, etc.)
d) auf einem Infobox-Server

abgelegt werden können. Variante a) und b) sind durch die gegenwärtige Bürgerkarte- bzw. Bürgerkartensoftware bereits gegeben. Obschon Variante a) in Hinblick auf Mobilität den sinnvollsten Speicherort für solche Daten darstellt, ist sie aufgrund der sehr beschränkten Speicherkapazitäten nur sehr bedingt verwendbar. Variante b) hingegen hat keine Limitierungen bezgl. Speicherkapazität, jedoch sind die Daten der Infoboxen nur in der lokalen Installation der Bürgerkartensoftware vorhanden und somit ist keinerlei Mobilität gegeben. Das Einführen der Varianten c) und d) erscheint daher sinnvoll, nicht zuletzt auch in Hinblick auf andere Bürgerkarten-Anwendungen, wie zum Beispiel elektronische Vollmachten.

Konzept und Spezifikation Dislozierte Infoboxen

Dislozierte Infoboxen sind Key- und Infoboxen, die außerhalb der Bürgerkartenumgebung gespeichert sind.
Voraussetzung für einen Zugriff auf dislozierte Infoboxen ist ein einheitliches Datenformat. Eine Bürgerkartenumgebung kann dadurch alleine mit der Kenntnis des Ablageortes einer Infobox auf sie zugreifen. Um Datensicherheit und den notwendigen Datenschutz zu gewährleisten, können Infoboxen verschlüsselt abgelegt und mit entsprechendem Zugriffschutz versehen werden. Das Konzept Dislozierte Infoboxen sieht daher die Definition eines einheitlichen Datenformats vor, das im folgenden Dokument beschrieben ist.

Zugriffe auf Infoboxen und Infoboxcontainer außerhalb der Arbeitsumgebung können mittels Infoboxservern realisiert werden. Diese erlauben die Kommunikation mit der Bürgerkartenumgebung über Webservices per SOAP-Schnittstelle. Die Spezifikation dieser Schnittstelle findet sich ebenfalls in oberhalb angeführtem Dokument. Des Weiteren sind die Spezifikationselemente per XML-Schema verfügbar.

Prototyp Dislozierte Infoboxen - Server:

Folgende Umsetzung des Konzeptes dislozierter Infoboxen zeigt eine Implementierung, die eine Verwaltung von Infoboxen in persönlichen oder Karten-gebundenen Infobox-Containern erlaubt. Damit ist es möglich unabhängig von Ort und optional unabhängig von der Karte (personenbezogen) auf Infoboxen zuzugreifen. Mit Hilfe des Infobox-Containers kann ein Backup von Infoboxinhalten gehalten und können Inhalte auf andere Karten übertragen werden. Die Daten werden sicher und verschlüsselt auf dem Server aufbewahrt, damit nur der Bürger selbst Zugriff auf seine Inhalte besitzt.

Zur Kommunikation mit Bürgerkartenumgebungen bietet der Infobox Server eine SOAP-Schnittstelle, über die standardisierte Infoboxbefehle abgearbeitet werden.

Projektabschluß: Q1/2008

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