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Wiederholungsidentitäten

Die Wiederholungsidentität ermöglicht es auch BürgerInnen ohne eine auf Basis ihrer Stammzahl ausgestellten Personenbindung, sich in Online-Verfahren zu identifizieren. Die Wiederholungsidentität wird dabei auf Basis einer so genannten Ersatzstammzahl erzeugt. Bei EU-BürgerInnen, die ein qualifiziertes Zertifikat (bzw. ein den Bedingungen der Verwaltungssignatur entsprechendes Zertifikat) besitzen und deren elektronische Signatur entsprechend mit einem Personenkennzeichen des Ursprungslandes verknüpft ist, kann dieses Kennzeichen zur Bildung der Wiederholungsidentität verwendet werden.

In diesem Teilprojekt soll die Basis geschaffen werden, um die elektronische Identifikation eines anderen Mitgliedstaates auch in der österreichischen Verwaltung zu ermöglichen. Es sollen dabei auf Basis ausländischer Signaturkarten (z.B. Belgien, Finnland und Italien) Ersatzstammzahlen entweder über hinreichend unterscheidende Personenkennzeichen des Zertifikats oder Identifikatoren des Ursprungslands gebildet und in die Bürgerkartenumgebung übertragen werden.

Das Projekt wird über Erweiterung und Konsolidierung eines bestehenden prototypischen Servlets umgesetzt. Hier ist vor allem die Auswahl der zu integrierenden Signaturkarten flexibel zu gestalten. Die Integration der Signaturkarten in die BKU erfolgt über die Generallizenz (IT Solution).

Anmerkung: Wiederholungsidentitäten wurden durch das E-Government Gesetz i.d.F. 2004 begründet. Die Novellierung des E-Government Gesetzes (2008) hat diesen Begriff bzw. Mechanismus abgeschafft und durch ein effektiveres Konstrukt ersetzt. Dieses Projekt hat daher heute keine unmittelbare praktische Relevanz mehr.

Webservice "Wiederholungsidentitäten"

Es wurde eine Web-Applikation – auf Basis Java-Servlet Technologie – erstellt, mit deren Hilfe der Antrag auf Ausstellung einer Wiederholungsidentität gestellt werden kann. In Folge der Antragsstellung unter Verwendung einer auf Basis elektronischer Signaturen beruhender ausländischen elektronischen Identität (eID) erfolgt die Antragsabarbeitung vollkommen automatisch. Alleine aufgrund der Signatur am Antrag wird automatisch festgestellt, um welche ausländische elektronische Identität es sich handelt, und demnach die Wiederholungsidentität erstellt. Nicht erkannte Anträge werden abgewiesen. Als Ergebnis einer erfolgreichen Antragsabarbeitung wird im letzten Schritt die erstellte Wiederholungsidentität, in der Struktur einer Personenbindung, über die Bürgerkarten-Schnittstelle bzw. Bürgerkartenumgebung, in die ausländische elektronische Identität geschrieben.

Achtung: dieses Demo schreibt eine Wiederholungsidentität in Form einer Personenbindung auf Ihre Signaturkarte. Wenn Sie eine Bürgerkarte in Verbindung mit diesem Demo benutzen, so KANN dieses Demo Ihre echte Personenbindung überschreiben bzw. dadurch zerstören!

Derzeit unterstütze ausländische Identitäten:

  • Italien: Signaturkarte Infocamere
  • Belgische eID
  • Finnische eID

Anmerkung: der Demonstrator schreibt die erzeugte Wiederholungsidentität in eine Infobox "TestIdentityLink", um nicht existente echte Personenbindungen irrtümlich zu überschreiben.

Integration ausländischer elektronischer Identitäten in BKU (extern IT-Solution)

Projektbegleitend wurde die Firma IT-Solution (Hersteller der Generallizenz der BKU) damit beauftragt, weitere ausländische elektronische Identitäten in das Produkt trustDesk Basic zu integrieren. Hier bestand und besteht die Aufgabe darin, Spezifikationen ausländischer elektronische Identitäten zu beschaffen, an die IT-Solution weiterzuleiten und letztlich die Beauftragung der Integration im Namen des BKAs durchzuführen.

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